Always look on the bright side of life? – Das Leben der Studenten

Johann Wolfgang von Goethe, William Shakespeare, Erich Kästner, Ernest Hemingway, Sigmund Freud, Galileo Galilei, Vincent van Gogh.

FearBewundernswert, wer sich mit diesen großen Namen in einem Satz nennen kann? Nicht unbedingt. Zwar haben alle von ihnen etwas gesellschaftlich oder wissenschaftlich Bedeutendes geleistet, jedoch vereint sie noch ein weiteres Thema: Depressionen.

Besonders heute steigt die Zahl der an Depressionen erkrankten Menschen stetig. Doch von Depressionen sind längst nicht mehr nur überforderte Mütter, die am Spagat zwischen Familie und Beruf scheitern, betroffen. Durch den ständigen Leistungsdruck, Prüfungsangst und die Umstellung des Studiensystems auf die kürzeren Bachelor- und Masterstudiengänge, erkranken immer mehr Studenten an Depressionen oder Burn-out.

Laut Gesundheitsreport 2011 der Techniker Krankenkasse erhielt ein Student im Jahr 2010 im Durchschnitt Nervenmedikamente für 13,5 Tage. Im Jahr 2006 waren es ca. fünf Tagesdosen weniger. Dabei ist besonders die Verordnungsrate von Antidepressiva angestiegen. Nämlich um 40 % im Vergleich zu 2006.

Entspanntes Studentenleben?

Für Außenstehende sieht das Studentenleben entspannt aus. Vorlesung nicht vor 14 Uhr, jeden Abend eine andere Party – soweit die gängigen Klischees. Sogar für einen Nebenjob im Einzelhandel oder bei der Bar um die Ecke bleibt noch genügend Zeit übrig. Das ausschweifende Partyleben will ja auch irgendwie finanziert werden. Prüfungen kann man wiederholen, Partys nicht! lautet die Parole vieler feierwütiger Studenten.

Als Studierender merkt man jedoch schnell, dass das Leben als Student nicht so einfach ist, wie man vielleicht gedacht hat. Nach wenigen Monaten verblasst bei vielen die Feierlaune. Spätestens dann, wenn die ersten Prüfungen fällig sind. Nun gilt es in zwei, vielleicht drei Wochen, das ganze Semester nachzuholen. Und zwei Hausarbeiten mit je 20 Seiten waren da ja auch noch.

Das Aufschieben rächt sich. Der Druck steigt proportional zu dem Berg an Arbeit, den man noch vor sich hat. Der Tag müsste eigentlich 48 Stunden haben. So viel Kaffee, wie der Körper bräuchte, um wach zu bleiben, kann man gar nicht trinken. Das Sozialleben, wie man es bisher kannte, existiert nicht mehr.

Besonders in höheren Semestern kommt der steigende Karrieredruck hinzu. Welcher Student kennt nicht das Gefühl, dass alle anderen besser sind? Gruppen in sozialen Netzwerken und Pausengespräche zwischen den Vorlesungen werden zum Alptraum. Alle unterhalten sich über den Prüfungsstoff, scheinen mehr zu wissen, als man selbst. Und stellen Fragen. Fragen, die man nicht beantworten kann, an die man bisher noch nicht einmal gedacht hat. Das Selbstbewusstsein ist im Keller. „Wie soll ich mit meinem durchschnittlichen Notendurchschnitt einen Job bekommen?“ denken viele.

Eine Niedergeschlagenheit macht sich breit und der Gemütszustand ist bestimmt durch negative Gefühle. Nichts macht mehr Spaß und die Motivation schwindet von Tag zu Tag. Der Berg an Arbeit will einfach nicht kleiner werden. Man verliert das Interesse an schönen Dingen, selbst ein Treffen mit guten Freunden kann einen nicht aufheitern. Denn im Hinterkopf ist man ständig vom schlechten Gewissen geplagt. Man müsste ja eigentlich lernen. Nur die Hoffnung, dass nach den Prüfungen alles besser wird, schützt vor der vollkommenen Verzweiflung.

Doch bei vielen Studenten ist das Gegenteil der Fall. Halten diese negativen Gefühle dauerhaft an, kann das ein erstes Anzeichen für eine Depression sein. Dann ist es besonders wichtig sich selbst einzugestehen, dass etwas nicht stimmt. Ablenkung ist die beste Medizin. Es kann helfen, positive Aktivitäten auszuführen, wie Schwimmen, Freunde treffen, Spazierengehen. Auf keinen Fall darf man sich zurückziehen und die sozialen Kontakte vernachlässigen. Es ist aber auch wichtig, das negative Gefühl nicht zu verdrängen. Man sollte sich vor Augen führen, wo die Gründe für die eigene Stimmungslage liegen könnten und in welchen Lebensbereichen man nicht gut mit sich selbst umgeht.

Was mache ich, wenn ich glaube, ich bin betroffen?

Wichtig ist, dass man sich traut, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wer sich nicht gleich stationär behandeln lassen möchte, dem kann vielleicht auch schon eine psychotherapeutische Beratung helfen. In vielen Städten gibt es kostenlose Beratungsstellen bei den Studentenwerken. Verschlechtert sich der Zustand weiterhin, sollte man auch vor einer stationären Behandlung nicht zurückschrecken. Denn begibt man sich in Behandlung erfahrener Ärzte und Therapeuten, ist eine Depression in den meisten Fällen gut behandelbar.

Die Heiligenfeld Kliniken in Bad Kissingen und Waldmünchen bieten mit ihrem ganzheitlichen und erlebnisorientierten Therapiekonzept besonders für Studierende eine effektive und liebevolle Unterstützung. Ein eigens für Studierende entwickeltes Behandlungskonzept ermöglicht die Ausrichtung der Therapie an den individuellen Bedürfnissen und Problemen. Dabei werden besonders studienbedingte Belastungsfaktoren mit einbezogen. So kann Studierenden mit depressiven Störungen jeder Art, Angststörungen, Panikattacken oder Prüfungs- und Bewerbungsängsten in den Heiligenfeld Kliniken geholfen werden. Aber auch Erschöpfungs- und Burn-out-Zustände, Konzentrations- und Schlafstörungen, Lernkrisen, Essstörungen oder Suchtverhalten werden in den Heiligenfeld Kliniken behandelt. Die medizinische und psychotherapeutische Behandlung wird mit körperbezogenen Therapien, kreativen Methoden, Entspannungsverfahren und Meditation verbunden.

Weitere Informationen zum Behandlungskonzept Heiligenfeld Kliniken gibt es im Internet unter www.heiligenfeld.de.