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Die müden Studenten – Burnout in der Uni

contemplationIn fünf Tagen muss Sarah* ihre Hausarbeit abgeben. Die Vorbereitungen für die nächsten Prüfungen stehen an und zwischendurch muss sie noch ein paar Referate halten. Aber ans aufgeben denkt Sarah nicht, nein aufgeben ist keine Option. Und so hetzt sie von einer Aufgabe zur nächsten und versucht alles, was man von ihr abverlangt auch noch perfekt zu machen. Denn sie hat immer im Hinterkopf, dass man später im Berufsleben auch viel leisten muss, um Chancen auf eine Karriere zu haben. So oder so ähnlich sieht der Alltag eines Studenten aus. Doch was passiert, wenn man diesem Druck nicht mehr standhalten kann?

Ein schleichender Prozess, der da auf einen zurollt und dann trifft er mit voller Wucht – Das Burnout-Syndrom. Tausende von Studenten leiden darunter. Laut einer aktuellen Forsa Umfrage bei 1000 Studenten, fühlen sich 92 Prozent häufig oder gelegentlich gestresst. Die häufigsten Ursachen sind Prüfungsstress und der Zeitdruck, unter dem die Studierenden stehen. Verstärkt wird der Druck durch die vor einigen Jahren eingeführten Bachelor- und Master-Studiengänge.

Was bedeutet Burnout?

Burnout ist keine Krankheit, die sich nach der internationalen Klassifizierung von psychischen Erkrankungen, der sogenannten ICD 10-Diagnostik, diagnostizieren lässt. Burnout ist vielmehr ein manchmal jahrelanger Entwicklungsprozess, der in Phasen verläuft und letztlich zu einer psychischen Erkrankung führt. In der letzten Stufe des Burnout-Prozesses bricht die Leistungsfähigkeit der Betroffenen komplett zusammen. Meist treten dann Symptome in einer Form auf, die für den Menschen typisch ist. Das Spektrum dafür ist groß und reicht von Rücken- oder Kopfschmerzen bis hin zu Panikattacken. Am weitaus häufigsten sind die Despression oder eine Suchterkrankung.

Was kann man dagegen tun?

Besonders wichtig ist es, einen guten Zeitplan für Hausarbeiten und die Vorbereitungen zur Prüfung aufzustellen. Die wichtigen Aufgaben sollten nicht lange aufgeschoben werden. Man sollte genug Zeit einplanen, um zwischendurch Pausen einlegen zu können. Studenten geraten auch oft unter Stress, wenn sie nicht aus voller Überzeugung hinter einer Sache stehen. Somit ist es auch wichtig, sich im Vorfeld intensiv Gedanken über das Studienfach zu machen und sich auch einen Wechsel zu erlauben. Auch der Nebenjob, den viele Studenten ausüben, kann zur Überlastung führen. Deshalb sollte dieser nach Möglichkeit flexibel gestaltet sein, sodass man in den Ferien mehr arbeiten kann, um sich in den Prüfungsphasen auch eine Pause zu gönnen. Wer keinen Ausweg mehr sieht, sollte sich professionelle Hilfe holen. Zum Beispiel bietet das Studentenwerk psychotherapeutische Beratung an. Sollte der Druck so groß sein, dass eine ambulante Beratung nicht mehr ausreicht, bieten die Heiligenfeld Kliniken Studenten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen einen besonderen Ort, an dem Selbstbesinnung, Neuorientierung und Heilung möglich werden.

 

*Name durch Redaktion geändert.

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