Doppelbelastung? – Studium und Nebenjob

Bedrückend h.

Studiengebühren, Wohnung, Lebensmittel und Kleidung, vielleicht auch ein  eigenes Auto. Wer sich für ein Studium entscheidet muss sich auch Gedanken darüber machen, wie er seinen Lebensunterhalt finanzieren will. Was bei den eigenen Eltern so leicht aussieht, ist eigentlich ein ganzes Stück Arbeit. Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes…

Die Notwendigkeit eines Nebenjobs steht für den ein oder anderen Studenten außer Frage. Viele können von ihren Eltern finanziell nicht unterstützt werden und müssen auf andere Möglichkeiten, wie das BAföG, zurückgreifen. Leider reicht dieses meist nur für einen Bruchteil der anfallenden Kosten, sodass ein Nebenjob unumgänglich ist.

Druck im Kopf

Laut einem Ergebnis des Deutschen Studentenwerks sind etwa zwei Drittel aller Studenten erwerbstätig. Rund ein Drittel arbeiten mehr als 16 Stunden die Woche, und gilt somit als Teilzeit beschäftigt. Ob studienrelevant oder –fremd, ein Job neben dem Studium bringt immer eine zusätzliche Belastung mit sich. In einer Online-Umfrage wurden 20.000 Studenten aus Nordrhein-Westfalen befragt wie sie ihren Alltag zwischen Job und Studium empfinden. 41 Prozent gaben an, dass der Druck durch die Doppelbelastung zu hoch sei. Wer nach mehreren Vorlesungen bis spät abends arbeiten muss, stößt schnell an seine Grenzen. Freizeit oder gar ein paar Stunden Erholung werden schnell zur Ausnahmesituation und Zeit zum Lernen bleibt auch nicht übrig. Die Gefahr, dass Noten schlechter werden und man sein Studium in der Regelstudienzeit nicht schafft wird immer größer, ebenso wie die Angst zu versagen.

Richtige Planung

Die Wahl eines Nebenjobs sollte nicht übereilt stattfinden. Es sollte genau abgewägt werden, wie viel Zeit neben dem Studium bleibt um einer Tätigkeit nachzugehen, damit eine Überforderung ausgeschlossen werden kann. Oft ist dieser Umstand eine Frage der richtigen Organisation. Stichwort: Selbstmanagement. Wichtig ist es seinen Alltag so zu planen, das zeitlich alles unter einen Hut passt. Die Kunst besteht darin, das Geplante so einzuhalten, dass Raum für Erholung bleibt. Im besten Fall findet man eine Tätigkeit, die stark mit den Lehrinhalten zusammenhängt, sodass man gleichzeitig wertvolle praktische Erfahrungen sammeln kann und der Spaß am Studium erhalten bleibt.

Einfach mal Abschalten

Dauerstress macht krank. Um sein Gleichgewicht zu behalten sind Auszeiten notwendig. Wie man diese gestaltet sei jedem selbst überlassen. Wichtig ist es, Möglichkeiten zu finden die den Kopf frei machen. Für viele sind Familie und Freunde der perfekte Ort zur Entspannung. Gemütlich essen, sich untereinander austauschen und zusammen lachen, können den Gemütszustand positiv verändern. Sportliche Aktivitäten, lange Spaziergänge oder einfach ein gemütlicher Abend vor dem Fernseher, bieten einen guten Ausgleich zum erdrückenden Alltag. Genügend Schlaf und eine gesunde Ernährung sind ebenso ein wichtiger Energielieferant. Wer gerne neue Erfahrungen sammelt, kann spezielle Angebote wie Yoga oder Meditation ausprobieren.

Studieren und Arbeiten kann durchaus funktionieren. Richtige Planung und bewusste Auszeiten sind hierbei das Geheimrezept. Wer erholt und ausgeglichen seinen Aufgaben entgegentritt, hat bereits die größte Hürde überwunden. 😉

Wer gerade ein bisschen Entspannung nötig hat, findet im HeiligenfeldBLOG eine Atemübung.