grovemade-RvPDe41lYBA-unsplash

„Ergonomie im Home Office“

„Home Office“ bringt man auf den ersten Blick nicht mit einem Studenten in Verbindung, sondern eher mit dem „klassischen Berufstätigen“, der – wenn es gut für ihn läuft – auch ein oder zwei Tage pro Woche von Zuhause aus arbeiten darf.
Dabei verbringt gerade der Student täglich einen gewissen Teil seiner Arbeitszeit (idealerweise) am Schreibtisch. Er sollte sich dementsprechend auch vermehrt damit auseinandersetzen, ob hier noch Verbesserungsbedarf besteht. Dass ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Lernerfolg und dem Arbeitsplatz besteht, ist bereits mehrfach erwiesen. Die folgenden Tipps könnten deshalb im Interesse jedes Studierenden sein.

 

Schreibtischstuhl? – Mir reicht mein Bett!

Zugegeben, in gewissen Situationen kann auch das Bett als Arbeitsplatz ausreichend sein. Verfolgt man beispielsweise eine Online-Vorlesung und muss nicht aktiv am PC tätig werden, geht das auch einmal in Ordnung und man wird nicht gleich mit Schmerzen in Rücken oder Handgelenk gestraft. Während einer zeitintensiveren Arbeitsphase jedoch sollte man sich darüber Gedanken machen, ob man seinen Sitzplatz nicht durch geringe Änderungen verbessern möchte:

  • Die Sitzhöhe wählt ihr so aus, dass ihr die Arme auf den Tisch ablegen könnt ohne eure Schultern nach oben ziehen zu müssen.
  • Die Stuhlhöhe passt ihr so an, dass die Füße fest auf dem Boden stehen und Knie und Hüfte sich im 90° Winkel befinden.
  • Die Rückenlehne lässt sich im Idealfall verstellen und gibt bei Druckausübung entsprechend nach. Sollte euch ein gewöhnlicher Holzstuhl zur Verfügung stehen, kann die Bequemlichkeit durch Polster und Auflagen erhöht werden.
  • Für kürzere Arbeitszeiten könnt ihr mit einem Gymnastikball o.Ä. arbeiten, um eure Rückenmuskulatur zu stärken und einer Fehlhaltung entgegenzuwirken. Achtet jedoch darauf, dass es nicht zu einer Überbeanspruchung und schließlich zu Verletzungen kommt.

„Ordnung ist das halbe Leben“

Nicht umsonst kennt fast jeder diesen Spruch schon seit seiner Kindheit, weil er ihn permanent von den Eltern oder Großeltern eingebläut bekommen hat. In vielen Lebenslagen ist er zutreffend und ganz besonders hilfreich auch am Arbeitsplatz. Solltet ihr jetzt einen kritischen Blick auf deinen Schreibtisch werfen und versuchen, den Blätterstapel zu identifizieren, der sich zwischen Geschirr, Kabeln, Deko und vielleicht noch vielem anderen wiederfindet, dann richtet sich das Folgende an euch.

 

  • Was befindet sich alles auf eurem Schreibtisch? Geht hier nach dem klassischen „ja – nein – Prinzip“ vor und sortiert aus, was hier nichts verloren hat
  • Schafft eine ruhige Atmosphäre, damit erst gar keine potenzielle Ablenkung entstehen kann
  • Persönliche Dekoration, die euch einfach gefällt, etwas bedeutet oder ganz bestimmt genau hier ihren Platz haben muss, darf natürlich bleiben
  • Falls die Möglichkeit besteht, solltet ihr euren Schreibtisch seitlich von einem Fenster platzieren, damit ihr einen optimalen Lichteinfall bekommt. Das Tageslicht hält euch wach und entlastet zusätzlich die Augen

 

Kopf hoch!

Der Vorteil eines Laptops besteht ganz klar darin, dass man nicht mehr an einen festen Arbeitsplatz gebunden ist. Ob in der U-Bahn, auf dem Bett, draußen auf der Wiese, völlig egal. Ignoriert wird dabei gerade von jungen Menschen die Tatsache, dass Nackenschmerzen vielleicht nicht mehr über Nacht verschwinden werden und man dem vorbeugen sollte. Die Rede ist hier von der korrekten Position des Bildschirms, um den Nacken erst gar nicht in „Schieflage“ zu bringen. Benutzt dafür entweder einen festen Arbeitsplatz, an dem ihr die Sitz- bzw. Tischhöhe anpassen könnt oder werdet kreativ und . legt Bücher unter, wenn ihr nicht gerade auf der Wiese arbeitet.

 

Ein Großteil dieser Tipps lassen sich auch ganz leicht in den Vorlesungen umsetzen. Probiert es aus und beurteilt selbst, ob ihr euch besser konzentrieren, länger arbeiten oder ohne Schmerzen schlafen gehen könnt. Eurem Nacken wird täglich mit dem Smartphone schließlich schon genug zugemutet, aber das ist eine andere Baustelle…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*