Frühjahrsputz für das neue Semester!

Veränderung:alter TrottPünktlich zum ersten Vogelgezwitscher erscheinen wie jedes Jahr unzählige Artikel mit Tipps und Tricks rund um den allseits bekannten Frühjahrsputz. Aber keine Angst, in diesem Artikel geht es nicht darum, dass ihr endlich mal unter dem Bett und auf dem Schrank wischen solltet (auch wenn das vielleicht tatsächlich angebracht wäre). Der Grundgedanke des Frühjahrsputzes ist es, längst fällige Tätigkeiten zu erledigen und damit – zumindest vorläufig ­– abzuschließen. Wir möchten dich dazu anregen, auch mal den Alltag zu „putzen“. Ab und an ist es nötig, alte Gewohnheiten zu überdenken. Vielleicht kannst du ja etwas verbessern? Im Folgenden wollen wir dir ein paar Denkanstöße mit auf den Weg zu geben. Dabei können wir natürlich keine allgemein gültigen Ratschläge erteilen. Frage dich, was dir gut tun könnte!

Struktur im Alltag
Gehörst du zu den Morgenmuffeln, die sich erst nach dreimaligem Betätigen der Schlummertaste aus dem Bett quälen können und dann schon gehetzt in den Tag starten? Wäre es nicht vielleicht sinnvoller, sich doch zu einem früheren Aufstehen zu überwinden und den Tag dafür entspannt zu beginnen? Auch für ein effektives Lernen ist es wichtig, Pausen zur Entspannung zu machen. Besonders Übungen können dabei gegen den Stress helfen. Ein paar Vorschläge findest du hier.

Frage dich auch, wann du am erfolgreichsten lernst. Manchen fällt es am Morgen leichter, während Andere gerne die Nächte durchpauken. Versuche, deinen Alltag entsprechend zu strukturieren und sprich dich mit deinen Mitbewohnern ab. So vermeidest du, morgens von lauter Musik geweckt zu werden, wenn du gerade erst deinen Lernmarathon beendet hast.

Falls du in einer WG wohnst, sollten auch dort die Strukturen und die Arbeitsverteilung ab und an reflektiert werden. Hat jeder feste Aufgaben oder rotieren sie? Wird eine WG-Kasse geführt? Hilfsmittel wie der Kostenrechner können für beispielsweise Grundnahrungsmittel und Haushaltsgegenstände, die jeder nutzt, verwendet werden.

Ernährung
Wo wir schon bei der Tagesstruktur sind: Nimmst du dir Zeit zum Frühstücken? Gerade diese Mahlzeit gilt als die Wichtigste des Tages. Nach der Nachtruhe braucht der Körper neue Energie, um wieder Leistung zu bringen. Wird das Frühstück ausgelassen, kann das zu Müdigkeitserscheinungen und zu einem Absinken der Leistungskurve führen. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, den gesamten Speiseplan zu reflektieren: Esse ich aus Hunger oder Langeweile/Appetit/Frust? Achte ich auf eine gesunde Ernährung?

Allgemein sollte man nicht zu süß essen. Zwar lässt Zucker den Insulinspiegel schnell ansteigen, was zunächst sättigend wirkt, doch sinkt der Spiegel ebenso schnell wieder ab und der Hunger kehrt zurück. Langanhaltend sättigen Vollkornprodukte wie z.B. Haferflocken, Vollkornbrot oder Vollkornreis. Auch Obst und Gemüse sind ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt fünf Portionen am Tag, drei davon sollten Gemüse und zwei Obst sein. Eine Portion entspricht dabei etwa einer Hand voll. Und falls dich doch mal der Heißhunger auf etwas Süßes überkommt, haben wir hier eine etwas gesündere Alternative zur reinen Schokolade für dich.

Bewegung
Gerade während der Lernphase kann eine kleine Bewegungspause wahre Wunder bewirken. Nach dem Sport fühlt man sich fit, die Konzentration kehrt zurück und das Gehirn ist wieder aufnahmefähig. Nimmst du dir ausreichend Zeit dafür? Häufig hilft es, sich feste Zeiten für den Sport zu reservieren. Wenn du Kurse des Hochschulsports belegst, ist die Zeit vorgegeben und du fühlst dich verpflichtet, teilzunehmen. In der Gruppe ist man meist motivierter und hat die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Vielleicht kannst du dich ja auch erst mit Freunden zum Lernen treffen und anschließend mit ihnen zusammen Sport treiben? Oder wie wäre es, statt mit dem Bus mit dem Fahrrad zur Vorlesung zu fahren?

Mitmenschen
Schnell ist es passiert. Du hast Stress, jemand geht dir ungewollt auf die Nerven und du reagierst gereizt. Frage dich, ob du am Umgang mit anderen Menschen etwas ändern solltest. Lasse ich meine Launen an Anderen aus? Höre ich richtig zu, wenn mir jemand etwas erzählt? Nehme ich mir Zeit für Freunde und Familie? Und wann habe ich eigentlich meine Großeltern zum letzten Mal besucht? Deine Mitbewohner sind bestimmt auch nicht aus Böswilligkeit immer so laut, wenn sie nach dem Feiern nach Hause kommen. Versuche, dich bei Konflikten in andere hinein zu versetzen und ihren Standpunkt zu verstehen.

Einstellung
Wenn du nach den Semesterferien keine Motivation für das Studium aufbringen kannst, hilft es, sich die Gründe für die Wahl des Studiums in Erinnerung zu rufen. Sich die eigenen Ziele vor Augen zu führen bringt wieder Spaß am Lernen. Und eigentlich interessiert dich dein Studienfach doch auch, oder? Überlege dir, ob du dieses Semester nicht doch ein Mal die Vorlesungen zeitnah nachbereiten kannst. Dadurch fällt es dir in der Prüfungsphase leichter, einen kühlen Kopf zu bewahren und den Überblick zu behalten. Informiere dich, ob es ein paar Angebote an deiner Hochschule oder Uni gibt, die dir weiterhelfen könnten. Oft werden z. B. kostenlose Schreibberatungen angeboten.