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Lernen – Frust oder Freude

Diese eine Seite, die man schon zehnmal gelesen hat und noch immer kann man nicht wiedergeben, was man da gerade erfolglos versucht in seinen Kopf zu kriegen. Die Gedanken sind ganz wo anders und so langsam bekommt man das Gefühl, dass das Lernen heute reine Zeitverschwendung ist…

 

Lernen am Limit

In dieser Situation hat sich vermutlich jeder Student schon einmal wiedergefunden. Der Stoff muss bis morgen sitzen und man wiederholt ihn pausenlos, weil das die einzig mögliche Option zu seien scheint. Die eigene Vorgehensweise zu hinterfragen ist auch aus Zeitgründen manchmal gar nicht möglich. Natürlich kann das z.B. in einem schlechten Tag, zu viel Stress oder Müdigkeit begründet liegen. Entscheidend für den Lernerfolg ist es aber auch, dass man die für sich korrekte Methode anwendet.

 

Welcher Lerntyp bin ich?

Bereits im Jahr 1975 beschäftigte sich Frederic Vesper damit, dass der Lernerfolg jedes Einzelnen in direktem Zusammenhang mit der angewandten Lernmethode steht. Diese Erkenntnis scheint auch naheliegend, da bekanntlich jeder Mensch ein Individuum ist. So wie es verschiedene Berufsfelder gibt, mit denen man sich mehr oder weniger identifizieren kann, gibt es auch verschiedene Lerntypen, die ebenfalls verschiedene Lernmethoden einsetzen müssen.

 

  1. Der visuelle Lerntyp

Diese Art von Lerner nimmt Informationen – wie der Name schon verrät – über das Auge auf. Hiermit können Texte, Bilder, Grafiken oder Videos gemeint sein, die das Gehirn auch bildlich verarbeitet.  Oftmals verwenden solche Personen Textmarker oder Randnotizen, um Texte zu verbildlichen.

 

  1. Der auditive Lerntyp

Solltest du bei der Beschreibung des visuellen Typen festgestellt haben, dass das so gar nichts für dich ist, dann könnte es sein, dass du zu den Personen gehörst, die Informationen am einfachsten über das Ohr aufnehmen können. Vorlesungen und Gespräche zu hören reicht dabei völlig aus, um Informationen langfristig speichern zu können. Geschriebene Texte hingegen liest dieser Lerntyp in der Regel laut vor und bezieht Podcasts und Videos in den Lernprozess ein.

 

  1. Der motorische Lerntyp

„Learning by doing“. Diesen Spruch hat bestimmt jeder schon einmal verwendet oder an den Kopf geworfen bekommen, wenn etwas nicht gleich geklappt hat. Obwohl er bedeutungslos klingt, beschreibt er den motorischen Lerntypen, der Wissen abspeichert, indem er auf Experimente, greifbare Modelle und konsequentes Ausprobieren zurückgreift. Theoretische Inhalt bereiten diesen Personen oft Schwierigkeiten, können aber durch die Einbindung von Bewegung in den Lernprozess überwunden werden.

 

  1. Der intellektuelle Lerntyp

Auf den ersten Blick würde wahrscheinlich jeder von sich behaupten, dass er zu dieser Art Lerntyp zählt. Entscheidend ist aber, dass der Wahrnehmungskanal für diese Personengruppe irrelevant ist. Der eigentliche Lernprozess erfolgt hier während der kritischen Hinterfragung von Informationen. Während der Auseinandersetzung mit der Thematik speichert das Gehirn den Lernstoff bereits ab. Besondere Utensilien und Hilfsmittel sind entsprechend nicht notwendig.

 

(D)eine ideale Methode

Obwohl diese 4 Lerntypen ganz klar voneinander abgegrenzt sind, bedeutet es nicht, dass man nur einem zugeordnet werden kann. Es ist sogar wahrscheinlicher, dass eine Mischform auftritt und man Informationen am effektivsten über zwei oder sogar mehr Kanäle aufnimmt. Um das herauszufinden, muss man sein bisheriges Lernverhalten reflektieren und überdenken, womit man den größten Erfolg hatte. Alternativ kann man natürlich auch die einzelnen Methoden ausprobieren.
Hat man einmal die korrekte Vorgehensweise gefunden, stellt sich auch ein größerer Lernerfolg ein.

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