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Psychologische Beratungsstellen der Studentenwerke – eine notwendige Einrichtung!?

Psycholog_BeratungsstellenOb Arbeitsstörungen, Prüfungsängste oder Schwierigkeiten beim Studienabschluss – die psychologischen Beratungsstellen der Studentenwerke unterstützen die Studenten bei diesen und bei vielen weiteren Fragen rund ums Studium. Im Jahr 2013 nahmen nach Angaben des Deutschen Studentenwerks rund 32.000 Studierende diesen kostenlosen und auf die studentischen Lebens- und Problemlagen zugeschnittenen Dienst in Anspruch.

Bei 2,5 Millionen Studenten macht das rund ein Prozent aus. Daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass die 44 Beratungsstellen der 58 deutschen Studentenwerke überflüssig seien, wäre voreilig und falsch. Denn auch wenn die Einrichtungen nur diesem Bruchteil helfen, erleichtern sie das Leben der betroffenen Studenten.

Psychologische Beratungsstellen: Ansprechpartner vor Ort

Die psychologischen Mitarbeiter der Beratungsstellen sind Ansprechpartner für die Studenten in den verschiedensten Bereichen. Sie beraten die Studenten bei persönlichen Krisen wie Ängsten, Depressionen, Kontaktschwierigkeiten, Selbstwertzweifeln, Suchtproblemen und Suizidalität. Zudem helfen sie den Studenten bei studienbezogenen Problemen wie beispielsweise Leistungsstörungen, Prüfungsängsten und der Studienfachwahl. 28.000 Studierende wurden im vergangenen Jahr in Einzelgesprächen beraten, 4.100 nutzten Gruppenangebote.

Viele gestresste Studenten

Zudem unterstreicht eine Befragung des Hochschul-Informations-Instituts (HIS-Institut) die Notwendigkeit solcher Beratungsstellen. Knapp die Hälfte der Bachelor-Studenten leidet unter Stress. Zu diesem Ergebnis kam das HIS-Institut bei einer Befragung von rund 4.000 Bachelor-Studenten im Auftrag des Deutschen Studentenwerks. 47 Prozent der Studenten gaben an „Erschöpfung und Überforderungsgefühle“ zu haben. 44 Prozent leiden unter psychosomatischen Beschwerden, 42 Prozent unter Ängsten. Ein Drittel der Befragten fühlt sich im Bereich „Lern und Leistungsstörungen“ stark belastet. Diese Ergebnisse zeigen, dass viele Studenten mit psychologischen Problemen zu kämpfen haben.

Weitere Ergebnisse der Befragung

Hierbei stellte das HIS-Institut einen geschlechterspezifischen Unterschied fest. Deutlich mehr Frauen als Männer fühlen sich von Stress und gefühlter Belastung betroffen. Beispielsweise gaben 67 Prozent der Frauen an, dass sie in den letzten Wochen sehr oft das Gefühl hatten, nervös und gestresst zu sein. Bei den Männern hingegen waren es nur 53 Prozent. Zudem fand das HIS-Institut heraus, dass der Stressfaktor bei Studenten im Laufe des Studienverlaufs zunimmt.

Das HIS-Institut hat in seiner Befragung ebenso versucht herauszufinden, warum von den gestressten Studenten nur wenige Hilfe bei einer psychologischen Beratungsstelle suchen. Die betroffenen Studenten begründeten dies am häufigsten damit, dass sie sich zutrauten, das Problem selbst oder mit Hilfe ihrer Freunde und Familie zu lösen.

Die Mehrheit der Bachelor-Studenten weiß aber, dass es die psychologischen Beratungsstellen der Studentenwerke gibt. Und genau das, ist entscheidend. Wenn ein Student merkt, dass er es selbst nicht mehr schafft, seine psychologischen Probleme zu lösen, muss er wissen, wohin er sich wenden kann. Er muss diese Anlaufstellen kennen. Wenn ihm diese Möglichkeit offen steht, ihm dieser Ausweg bleibt, besteht kein Zweifel mehr – die psychologischen Beratungsstellen der Studentenwerke sind unverzichtbar.

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