Resilienz – die Gesundheit der Seele

Fotolia_Resilienz_die_Gesundheit_der_SeeleVeränderungen gehören zum Leben dazu. Auch für Studenten. Der Umzug in eine fremde Stadt, das erste Mal von zu Hause weg, unbekannte Menschen und zusätzlich das Abenteuer Studium. Fragen wie „Schaffe ich das überhaupt? Was ist wenn nicht? Was denken meine Eltern oder Freunde?“ stellen sich viele. Ist die erste Hürde genommen und man findet sich im Studienalltag wieder, warten erneut Herausforderungen. Die Vorbereitungen auf Prüfungen, Referate, das Schreiben von Hausarbeiten und der Nebenjob fordern Zeit und Kraft. Immer wiederkehrende Veränderungen setzen einen Studenten unter Druck. Doch was passiert, wenn man diesem nicht mehr Stand halten kann?

Seit 2003 hat sich die Zahl der Studenten, die die psychologische Beratungsstelle in Anspruch nehmen verdoppelt. Im Jahr 2010 belief sich die Zahl auf rund 23.200 Studenten. Doch muss es zu solch einer hohen Zahl kommen? Ist es nicht möglich vorzubeugen, bevor es zu spät ist? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Resilienzforschung.

Was bedeutet Resilienz?

Es gibt Menschen, die scheinbar Schicksalsschläge mühelos überstehen. Andere wiederum, drohen bereits an kleinen Unglücken zu zerbrechen. Resilienz heißt Widerstandsfähigkeit, innere Stärke. Es handelt sich um die Möglichkeit schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Gemeint ist die Kraft der Seele, sich belastenden Situationen anzupassen und gestärkt aus diesen hervorzugehen. Der immer größer werdende Druck durch Gesellschaft und Umwelt kann mit Hilfe der bestehenden Resilienz gemeistert werden. Hierzu tragen verschiedene Faktoren bei. Die stabile Beziehung zu einer Person, eine positive Lebenseinstellung und die Fähigkeit eine schwierige Situation als eine solche zu akzeptieren, sind nur einige. Bereits in der Kindheit sind manche Menschen schweren Bedingungen ausgesetzt. Die Scheidung der Eltern, der Verlust eines nahestehenden Menschen oder ungünstige soziale Bedingungen wie Armut oder Gewalt. Hierzu gibt es eine Vielzahl an Forschungsergebnissen. Nicht alle Kinder, die unter schweren Umständen aufwachsen, werden später gewalttätig oder leiden unter einer psychischen Erkrankung. Die Möglichkeit, trotz misslicher Umstände in der Kindheit, im Erwachsenenalter ein normales Leben führen zu können, schreiben Psychologen der Resilienz zu. Die gute Nachricht ist, Resilienz ist lernbar. Wichtig ist unter anderem eine positive Stressbewältigung. Hierzu zählen zum Beispiel Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Hier finden Sie einige Entspannungsmöglichkeiten zum Nachmachen (hier).

Es gibt auch zahlreiche Literatur zu diesem Thema.

Literaturempfehlung:

Resilienz

Das Buch „Resilienz – Das Geheimnis der psychischen Wiederstandskraft“ von Christina Berndt ist im Buchshop Heiligenfeld erhältlich. Hier wird eine gut erklärte Übersicht zum Thema geboten. Die Wissenschaftsjournalistin geht auf die Fragen „Was ist Resilienz?“ „Wie drückt sie sich aus?“ und „Wie kann ich sie entwickeln?“ ein. Sie klärt über die Faktoren Persönlichkeit, positive Lebenseinstellung, Gene und die Umwelt auf, welche Resilienz wesentlich beeinflussen. Neben zahlreichen Beispielen, wie es Menschen aus ihren persönlichen Krisen geschafft haben, bedient sich die Autorin auch einiger Selbsttests zum Thema „Wie gestresst bin ich?“ und „Wie resilient bin ich?“.

Handbuch_Resilienz

Ein weiteres Buch ist das „Handbuch Resilienz-Training“ von Sylvia Kéré Wellensiek. Hier wird im ersten Kapitel die Begrifflichkeit Resilienz erläutert. In den weiteren Kapiteln beschreibt die Autorin gezielte Übungen, wie beispielsweise den „Energietank zu füllen“. Ebenso führt sie das Thema Resilienz in Unternehmen, für Führungskräfte und Teams aus. Wellensiek bietet ein umfassendes Buch mit einer klaren Struktur. Ihr Buch ist für 49,95 Euro ebenfalls im Buchshop Heiligenfeld erhältlich.

 
Wer nicht gerne Bücher liest, sich aber trotzdem mit dem Thema Resilienz beschäftigen möchte, kann dies innerhalb des Kongresses „Burnout und Resilienz“ der Akademie Heiligenfeld tun. Hier besteht die Möglichkeit Vorträge zu hören oder an Workshops teilzunehmen. Auch Sylvia Kéré Wellensiek wird hier vertreten sein. Der Kongress „Burnout und Resilienz“ findet vom 22. bis 25. Mai 2014 in Bad Kissingen statt. Weiter Informationen zum Kongress gibt es unter https://www.kongress-heiligenfeld.de/