Mobbing unter Studenten

Wo fängt Mobbing an und wann hört es auf?

Fotolia_Mobbing_unter_StudentenNach einer Studie leiden rund zwei Millionen Menschen unter Psychoterror am Arbeitsplatz. Doch das Phänomen Mobbing nimmt nicht nur am Arbeitsplatz immer mehr zu, auch unter Studenten steigt die Zahl der Mobbingopfer stetig. Doch wie entsteht es und ab wann kann man überhaupt von Mobbing sprechen?

Mobbing ist ein schleichender Prozess, der über einen längeren Zeitraum hinaus andauert. In der Literatur gibt es zahlreiche unterschiedlichen Definitionen für Mobbing. Letztendlich beschreibt Mobbing ein immer wieder auftretendes Verhaltensmuster das vom Mobbingopfer als negativ empfunden wird. Es sind Handlungen, die gegen eine oder auch mehrere Personen gerichtet sind. Mobbing tritt immer dort auf, wo Menschen aufeinander treffen und zieht sich meistens systematisch über einen längeren Zeitraum hinaus. Oft merken die Mobbingtäter nicht was sie dem Opfer durch ihre Laune, ihre Machtposition oder durch ihre Persönlichkeitsstruktur antun. Mobbingtäter sind meistens so sehr auf ihren Vorteil fixiert, dass sie unsensibel mit anderen Personen umgehen. Es gibt aber auch andere Mobbingtäter, solche, die beabsichtigt andere Personen beleidigen, ärgern oder schikanieren um von eigenen Fehlern abzulenken. Andere wiederum haben einfach nur Spaß daran, andere zu verletzen. Das kann auf unterschiedlichste Weise passieren.

Mobbing hat viele Gesichter

Es gibt verschiedene Formen von Mobbing. Im Grunde kann man zwischen drei Formen unterscheiden. Mobbing durch körperlich Gewalt, verbales Mobbing und das stumme Mobbing. Unter Mobbing durch körperliche Gewalt, kann man sich Handlungen wie Prügel, Sachbeschädigung, Erpressung oder auch Nötigung vorstellen. Von verbalem Mobbing spricht man, wenn ein Kommilitone z. B. wegen seines Aussehens oder seiner Prüfungsleistungen mit negativen Bemerkungen oder Beleidigungen gestraft wird. Lästereien hinter dem Rücken des anderen, Gerüchte verbreiten oder genervtes Stöhnen wenn etwas nicht sofort verstanden wurde, gehört zum verbalen Mobbing.

Bei stummen Mobbing hingegen wird auf alle verbalen Attacken verzichtet. Hier wird das Mobbingopfer z. B. durch stillschweigendes Verachten, nicht beachten bis hin zum Ausschluss aus der Gemeinschaft, verletzt und gedemütigt. Diese Mobbing Attacken finden nicht nur unter Studenten statt. Oft werden auch Professoren und Dozenten zu Opfern oder mobben selbst.

Die Folgen von Mobbing

Die Folgen von Mobbing sind in all diesen Fällen gravierend. Der hohe Druck der durch die Schikanen entsteht, kann Frustration oder ein vermindertes Selbstwertgefühl auslösen. Im schlimmsten Fall kann es zu Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen führen. Das hat auch zufolge, dass die Leistungen an der Universität oder Fachhochschule sinken und das Studium eventuell abgebrochen werden muss. Wichtig in solchen Situationen ist, sich eine Person zu suchen, der man Vertrauen schenkt. Diese Person kann als Zuhörer aber auch als Beistand in schwierigen Situationen zur Seite stehen. Durch die Unterstützung wird das Selbstbewusstsein der gemobbten Person gestärkt. Eine weitere Option um Hilfe zu bekommen, sind die Beratungsstellen der Hochschulen. Ab welchem Zeitpunkt man von Mobbing spricht, interpretiert jede Person für sich anders. Für den einen ist einen gehören kleine Neckereien zum täglichen Leben, eine anderer fühlt sich aber dadurch in seiner Persönlichkeit angegriffen und verletzt. Deshalb ist es nicht eindeutig zu sagen wann Mobbing anfängt.