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Y: Die Generation der Studenten

High angle of a diverse business team holding a terrestrial globWer wir Studenten sind? Naja, für uns gibt es viele Namen: Generation Y, Millennials, Digital Natives, Generation Praktikum und so weiter. Wir wurden zwischen 1985 und 1995 geboren, sind zwischen 20 und 30 Jahren alt und damit die Nachfolgegeneration der Baby-Boomer und der Generation X. Soviel zu den Fakten. Doch was macht uns eigentlich aus? Welche Werte spielen in unserem Leben eine wichtige Rolle? Was erhoffen wir uns von unserer künftigen Arbeit? Und was braucht es, um uns glücklich zu machen?

Generation Y, Millennials, Digital Natives

Manche unserer Eigenschaften lassen sich aus unseren Generationsnamen ableiten. „Digital Natives“ bedeutet übersetzt so viel wie „digitaler Eingeborener“. Ein passender Name für uns, da wir mit digitalen Technologien aufgewachsen sind. Um das Jahr 2000, die Zeit des Millenniumwechsels, waren wir Teenager, daher der Begriff „Millennials“. Daneben sind wir auch die „Generation Praktikum“: Vor dem Berufseinstieg müssen wir oft mehrere, unbezahlte Praktika machen. Und die „Generation Y“ sind wir einfach deswegen, weil unsere Vorgänger der „Generation X“ angehörten.

Werte der Generation der Studenten

Das Internet hat für uns Digital Natives einen hohen Stellenwert, trotzdem sind wir nicht im Netz gefangen. Für unsere Lebensqualität sind auch andere Faktoren wichtig, wie das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Neon herausfand. Forsa befragte 1016 Menschen mit Internetanschluss im Alter von 18 bis 35 Jahren. Beispielsweise würden nur 18 Prozent der Befragten lieber ein Jahr auf Sex verzichten als auf die Internetnutzung. Und für mehr als die Hälfte ist ein Balkon für die Lebensqualität wichtiger als eine schnelle DSL-Verbindung. Außerdem sind uns Familie und Freunde wichtig. Zu diesem Ergebnis kam die Absolventenstudie 2012/2013 der Unternehmensberatung Ernst & Young. Eine Befragung von rund 500 Studentinnen und Studenten ergab, dass zwei Drittel der Befragten das soziale Umfeld wichtig ist. 2009 hatten nur 58 Prozent Familie und Freunde genannt. Wir kehren also in der unsicheren, durch schwere Krisen geprägten Zeit, wieder zu den traditionellen Werten zurück.

Anforderungen an den Arbeitgeber

Doch in der Arbeitswelt haben wir andere Anforderungen als unserer Vorgänger-Generationen. Persönliche Entfaltungschancen und die Work-Life-Balance sind uns wichtiger als Karriere, Erfolg und Führungspositionen. Das ergab die Absolventenstudie von Ernst & Young. Für 72 Prozent der Befragten spielen persönliche Entfaltungschancen und für 56 Prozent die Work-Life-Balance eine wichtige Rolle bei der Arbeitgeberwahl. Nur die Hälfte der Befragten nennen Karriere und Erfolg als bedeutenden Faktor. 22 Prozent gaben sogar an, dass sie keine Führungsposition anstrebten.

Die Studie des trendence Instituts „Trendence Graduate Barometer Europe“ bestätigt diese Entwicklung. Das Institut hat für die Studie rund 320.000 Studenten der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften in Europa befragt. Am wichtigsten sind für die Berufseinsteiger die persönliche Entwicklung, attraktive Arbeitsaufgaben und Karriereaussichten. Jobs mit viel Eigenverantwortung werden unbeliebter und ein hohes Einstiegsgehalt verliert an Bedeutung. Zudem wollen die jungen Arbeitnehmer in ganz Europa weniger arbeiten. Work-Life-Balance ist also ein wichtiges Stichwort. Erfüllt der Arbeitgeber unsere Anforderung nicht, wechseln wir einfach den Beruf. Diesen Trend der verstärkten Flexibilität belegen Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: 814 Tage waren die unter 30-Jährigen in den Achtzigern durchschnittlich beschäftigt, heute sind es nur noch 536 Tage, also 18 Monate.

Leben der Generation

Würden wir uns nach diesen Generationsdefinitionen richten, könnte unser Leben so einfach sein. Es wäre klar, welche Werte uns am Herzen liegen und welche Anforderungen wir an die Arbeitswelt haben. Wir könnten uns einfach in die Generationenschublade stecken lassen und dort ausruhen. Aber genau das widerspräche unserer Natur. Entfaltung der Persönlichkeit und Individualität sind für uns das wichtigste – für uns Studenten, die Vertreter der Generation Y.

Literaturempfehlung:

Y_Generation_Männerkrankheiten

In dem Buch „Männerkrankheiten“ geht es auch um Schubladen, genauer gesagt um Männerschubladen. Die Autorin Hanna Dietz erklärt auf anschauliche Weise verschiedene Erkrankungen von Männern. Hierbei handelt es sich um keine richtigen Krankheiten, sondern eher um Männerticks, wie bereits der Untertitel verrät: „Schmutzblindheit, Mitdenkschwäche, Einkaufsdemenz und weitere unheilbare Leiden unserer echten Kerle“

Das Buch zeigt, dass Schubladendenken manchmal auch sehr lustig sein kann.

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